Als Sie angefangen haben, waren Ihre Abonnementpreise wahrscheinlich sinnvoll. Aber heute? Die Dinge ändern sich. Die Kosten steigen, Sie fügen neue Funktionen hinzu, und die Konkurrenz dreht an ihren Preisen. Und nun sitzen Sie da und fragen sich, wie Sie Ihre Verlängerungspreise anpassen können, ohne alle gegen sich aufzubringen.
Das kann ich gut verstehen. Verlängerungspreise festzulegen fühlt sich an wie ein Drahtseilakt. Verlangen Sie zu viel, kündigen die Leute. Verlangen Sie zu wenig, arbeiten Sie praktisch umsonst.
Was die meisten bei WooCommerce Subscriptions aber nicht wissen: Sie haben weit mehr Kontrolle über Ihre Verlängerungspreise, als Sie denken.
Was Verlängerungspreise bedeuten
Wenn jemand Ihr Angebot abonniert, zahlt er einen Preis. Das ist die Anmeldung. Danach zahlt er jeden Monat (oder jedes Jahr oder in welchem Rhythmus auch immer) erneut. Diese zweite Zahlung und alle weiteren danach? Dafür gilt Ihr Verlängerungspreis.
Die meisten legen einfach einen einzigen Verlängerungspreis fest und belassen es dabei. Alle zahlen bei der Verlängerung ihres Abonnements denselben Betrag. Leicht zu verstehen, leicht einzurichten. Aber auch ziemlich langweilig und definitiv einschränkend.
Ihr Verlängerungspreis kann sich vom Preis bei der Anmeldung unterscheiden. Er kann sich mit der Zeit ändern. Er kann sogar für verschiedene Kundengruppen unterschiedlich ausfallen. Sobald Sie das verinnerlicht haben, eröffnet sich Ihnen eine ganze Reihe von Möglichkeiten.
Warum flexible Verlängerungspreise überhaupt wichtig sind
Die Sache ist die: Wenn Sie Abonnements verkaufen, werden Sie Ihre Verlängerungspreise früher oder später wahrscheinlich ändern müssen. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht im nächsten Monat, aber irgendwann.
Vielleicht sind Ihre Kosten gestiegen. Vielleicht fügen Sie Funktionen hinzu, die höhere Preise rechtfertigen. Vielleicht merken Sie auch, dass Sie alles zu billig angesetzt haben und gegensteuern müssen, bevor Ihnen das Geld ausgeht. Was auch immer der Grund ist: Sie werden Optionen haben wollen.
Wenn Sie von Anfang an flexible Verlängerungspreise einrichten, machen Sie Ihr Geschäft im Grunde zukunftssicher. Sie können die Verlängerungspreise für Neukunden erhöhen und Ihre treuen Kunden trotzdem mit ihrem bisherigen Preis zufriedenstellen.
Sie können den Verlängerungspreis für langjährige Kunden als Dankeschön senken. Sie können Aktionen durchführen, ohne Ihre Preisstruktur dauerhaft durcheinanderzubringen.
Und mal ehrlich? Kunden erwarten so etwas heute. Bestandsschutz für alte Preise kennen sie von so ziemlich jedem anderen Abonnementdienst. Wenn Sie das nicht bieten können, wirken Sie unflexibel.
Die grundlegende Einrichtung in WooCommerce
Gut, sprechen wir darüber, was Sie mit WooCommerce direkt nach der Installation machen können.
WooCommerce selbst ist kostenlos, und das ist großartig. Sie installieren es, richten Ihren Shop ein und haben damit die grundlegenden E-Commerce-Funktionen. Aber Achtung: Reines WooCommerce kann von sich aus keine Abonnements verwalten. Es ist für Einmalkäufe gebaut, nicht für wiederkehrende Abrechnung.
Um Abonnements anzubieten, müssen Sie WooCommerce um Abonnementfunktionen erweitern. Dafür gibt es verschiedene Plugins, und auf diese Optionen gehen wir gleich noch ein.
Sobald die Abonnementfunktion vorhanden ist, legen Sie ein Abonnementprodukt an. In den Produkteinstellungen gibt es ein Feld namens „Subscription Price“ (Abonnementpreis). Die Zahl, die Sie dort eintragen, wird zu Ihrem Verlängerungspreis. Tragen Sie also 50 ein, zahlt jeder in jedem Abrechnungszeitraum 50 Dollar.
Gleich dort wählen Sie auch Ihren Abrechnungsrhythmus. Monatlich, jährlich, wöchentlich – was eben zu Ihrem Geschäft passt. Der festgelegte Verlängerungspreis wird dann automatisch in diesem Intervall abgebucht.
Ziemlich unkompliziert. Aber jetzt wird es lästig: Dieser Preis gilt für alle, und zwar immer. Ein Kunde, der sich vor drei Jahren angemeldet hat?
Derselbe Verlängerungspreis wie für jemanden, der sich gestern angemeldet hat. Ein Kunde, der schon ewig dabei ist und nie eine Zahlung versäumt hat? Derselbe Verlängerungspreis wie für jemanden, der gerade erst seine kostenlose Testphase begonnen hat.
Sehen Sie das Problem? Sie haben keinerlei Flexibilität. Und im Abonnementgeschäft ist es gerade die Flexibilität, die Sie bei Verstand hält.
So werden Ihre Verlängerungspreise wirklich flexibel
Die Grundeinrichtung ist also zu starr. Was tun? Je nachdem, was Sie erreichen wollen, gibt es dafür mehrere Ansätze.
Bestandskunden beim ursprünglichen Verlängerungspreis belassen
Das nennt man Grandfathering oder Preis-Bestandsschutz, und Kunden lieben es. Neukunden zahlen Ihren neuen, höheren Verlängerungspreis, während Bestandskunden bei dem Preis bleiben, zu dem sie sich ursprünglich angemeldet haben.
Die Umsetzung ist überraschend einfach. Ändern Sie den Grundpreis Ihres Abonnementprodukts auf den gewünschten neuen Verlängerungspreis. Wer sich ab diesem Zeitpunkt anmeldet, zahlt den neuen Preis. Und Ihre bestehenden Abonnements? Die verlängern sich automatisch weiter zum alten Preis, weil genau dieser in ihrem Abonnementdatensatz hinterlegt ist.
Wenn Sie diese alten Abonnements später anheben möchten, müssen Sie das entweder manuell erledigen oder ein Plugin für Massenaktualisierungen nutzen. Aber immerhin sind Sie nicht gezwungen, die Verlängerungspreise aller Kunden auf einmal zu erhöhen.
Je länger jemand bleibt, desto größer der Rabatt
Dieser Ansatz ist clever: Ihr Verlängerungspreis sinkt, je länger jemand abonniert ist. Sie starten zum Beispiel mit 100 pro Monat, senken nach sechs Verlängerungen auf 90 und nach einem Jahr auf 80.
Das schafft einen echten Anreiz zu bleiben, oder? Je länger Kunden dabei sind, desto besser wird der Verlängerungspreis für sie.
WooCommerce Subscriptions kann das allerdings nicht von sich aus. Sie brauchen dafür ein Plugin wie Discounts for WooCommerce Subscriptions. Sie installieren es, legen Rabattregeln auf Basis der Anzahl bisheriger Verlängerungen fest, und zack: Der Verlängerungspreis passt sich automatisch an.
Ich habe erlebt, dass das bei Mitglieder-Websites und SaaS-Produkten richtig gut funktioniert. Preiserhöhungen hassen die Leute, aber sinkende Preise lieben sie.
Zeitlich begrenzte Preise, die sich nach einigen Monaten ändern
Manchmal möchten Sie Kunden in den ersten Monaten mit einem niedrigen Verlängerungspreis gewinnen und ihn dann anheben, sobald sie überzeugt sind. Zum Beispiel 20 Dollar für die ersten drei Monate und danach 35.
Das ist etwas anderes als eine Testphase oder eine Anmeldegebühr. Sie ändern ab einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich den Verlängerungspreis selbst.
Auch dafür brauchen Sie zusätzliche Tools. AutomateWoo eignet sich hervorragend. Sie richten einen Workflow ein, der nach X Verlängerungen ausgelöst wird und den Verlängerungspreis automatisch aktualisiert. Achten Sie nur darauf, Ihre Kunden vorzuwarnen, bevor der Preis steigt. Niemand mag Überraschungen auf der Kreditkartenabrechnung.
Tools, die Sie wahrscheinlich brauchen
Hier ein Überblick über die Plugins und Tools, die für die Verwaltung von Verlängerungspreisen über die Grundlagen hinaus wirklich zählen.
WPSubscription ist Ihr Basis-Plugin. Damit erledigen Sie alle grundlegenden Abonnementaufgaben, einfache Verlängerungspreise eingeschlossen. Es wurde speziell für WooCommerce entwickelt und liefert Ihnen die Kernfunktionen, um Abonnements richtig zu betreiben.
Für gestaffelte Rabatte auf Verlängerungspreise (also solche, bei denen die Preise mit der Zeit sinken) greifen Sie zu Discounts for WooCommerce Subscriptions.
Das Plugin ist genau dafür gebaut, und die Oberfläche ist tatsächlich gut bedienbar. Kunden sehen ihren aktuellen Verlängerungspreis und wie er sich künftig ändern wird – gut für die Transparenz.
Wenn Sie komplexe Workflows rund um Verlängerungspreise brauchen, ist AutomateWoo Ihr Freund. Es ist teurer und kann viel mehr als nur Verlängerungspreise, aber es ist leistungsstark.
Sie können Änderungen am Verlängerungspreis durch praktisch alles auslösen lassen: die Anzahl der Verlängerungen, bestimmte Daten, das Verhalten der Kunden, was auch immer.
Wenn Sie die Verlängerungspreise vieler bestehender Abonnements auf einmal aktualisieren müssen, rettet Bulk Updater for WooCommerce Subscriptions Ihre Nerven.
Filtern Sie Ihre Abonnements ganz nach Bedarf und aktualisieren Sie dann die Verlängerungspreise für alle in einem Rutsch. Das ist allemal besser, als Hunderte von Abonnements von Hand zu bearbeiten.
Die Einrichtung in der Praxis (Schritt für Schritt)
Gehen wir ein konkretes Beispiel durch, damit das Ganze greifbar wird. Wir richten ein Abonnement ein, bei dem Neukunden 50 pro Monat zahlen, der Verlängerungspreis nach sechs monatlichen Verlängerungen aber auf 40 sinkt.
Installieren Sie zuerst das Plugin WooCommerce Subscriptions und Discounts for WooCommerce Subscriptions. Stellen Sie sicher, dass beide aktiviert und auf dem neuesten Stand sind.
Legen Sie Ihr Abonnementprodukt an. Setzen Sie den Basis-Verlängerungspreis auf 50 pro Monat. Das ist der Einstiegspreis für alle.
Wechseln Sie jetzt zum Discounts-Plugin. Erstellen Sie eine neue Rabattregel. Geben Sie ihr einen Namen, den Sie sich merken können, etwa „Treuerabatt nach 6 Monaten“ oder Ähnliches.
Stellen Sie den Rabatttyp auf „Fixed Amount“ (fester Betrag) und tragen Sie 10 ein. Das ist der Rabatt auf den Verlängerungspreis.
Als Auslöser wählen Sie „Number of Renewals“ (Anzahl der Verlängerungen) und setzen den Wert auf 6. Nach sechs erfolgreichen Verlängerungszahlungen sinkt der Verlängerungspreis also um 10 Dollar.
Entscheiden Sie, ob der Rabatt dauerhaft oder befristet gelten soll. Bei einem Treuerabatt wollen Sie ihn vermutlich dauerhaft, damit der Verlängerungspreis nach sechs Verlängerungen für immer bei 40 bleibt.
Speichern. Fertig. Ab sofort sinkt der Verlängerungspreis automatisch auf 40, sobald jemand seine sechste Verlängerung erreicht. Der Kunde sieht das in seinem Konto, ihm wird der neue Betrag berechnet, und alles läuft einfach.
Testen Sie das natürlich. Legen Sie ein Testabonnement an und lösen Sie Verlängerungen manuell aus, um sicherzugehen, dass sich der Verlängerungspreis bei der sechsten tatsächlich ändert.
Verlängerungspreise für bestehende Abonnenten ändern
Jetzt wird es heikel. Sie haben aktive Abonnements und müssen deren Verlängerungspreis ändern. Vielleicht erhöhen Sie die Preise auf breiter Front, vielleicht führen Sie eine neue Preisstruktur ein – was auch immer.
Erste Regel: Sagen Sie es Ihren Kunden vorher. Schicken Sie mindestens 30 Tage im Voraus eine E-Mail, in der Sie die Änderung des Verlängerungspreises erklären. Seien Sie ehrlich, was den Grund angeht. Neue Funktionen? Gestiegene Kosten? Reden Sie einfach offen mit Ihren Kunden.
Zur technischen Seite: Wenn Sie nur etwa 50 oder 100 Abonnements haben, können Sie das manuell erledigen. Öffnen Sie jedes Abonnement und ändern Sie den Verlängerungspreis direkt. Das dauert ewig, aber Sie haben die volle Kontrolle.
Mehr als das? Dann nutzen Sie Bulk Updater. Filtern Sie Ihre Abonnements ganz nach Bedarf (nach Produkt, nach Anmeldedatum, was eben sinnvoll ist) und wenden Sie den neuen Verlängerungspreis dann auf alle gleichzeitig an.
Wenn Sie entgegenkommend sein wollen, planen Sie die Erhöhung des Verlängerungspreises mit AutomateWoo erst für die Zeit nach der nächsten Zahlung ein. So zahlen die Kunden noch ein letztes Mal den alten Preis, bevor der Verlängerungspreis steigt. Das mildert den Schlag etwas ab.
Und aktualisieren Sie unbedingt Ihre Produktseite, damit alle, die sich neu anmelden, den neuen Verlängerungspreis sehen. Vergessen Sie das nicht, sonst haben Sie am Ende überall widersprüchliche Preise.
Mit Kunden über Änderungen am Verlängerungspreis sprechen
Wie Sie Ihre Kunden über Änderungen am Verlängerungspreis informieren, ist fast so wichtig wie die Änderung selbst.
Lassen Sie ihnen Zeit. Mindestens 30 Tage, besser 60, wenn es sich irgendwie einrichten lässt. Kurzfristige Überraschungen beim Verlängerungspreis hasst jeder.
Erklären Sie den Grund. Sagen Sie nicht einfach „Ihr Verlängerungspreis steigt“. Sagen Sie „Wir erhöhen den Verlängerungspreis, weil wir diese neuen Funktionen hinzugefügt haben“ oder „Unsere Kosten sind gestiegen, und zwar aus folgendem Grund“ – oder was auch immer der tatsächliche Grund ist. Mit Ehrlichkeit können Menschen umgehen.
Bieten Sie Optionen an. Können Kunden zu einem günstigeren Plan wechseln? Können sie sich den aktuellen Verlängerungspreis mit einem Jahresabonnement sichern? Konfrontieren Sie sie nicht einfach mit einer Preiserhöhung ohne jede Alternative.
Machen Sie den neuen Verlängerungspreis überall sichtbar. Das Dashboard im Kundenkonto sollte genau zeigen, was Kunden jetzt zahlen und was sie nach etwaigen Änderungen zahlen werden. Dasselbe gilt für E-Mails. Keine versteckten Änderungen am Verlängerungspreis.
Erwägen Sie eine eigene FAQ speziell zu Verlängerungspreisen. Wie oft kann sich der Verlängerungspreis ändern? Werden Bestandskunden besonders behandelt? Wie prüfen Kunden ihren aktuellen Verlängerungspreis? All solche Fragen. Verlinken Sie die FAQ in Ihren E-Mails zu Änderungen am Verlängerungspreis.
Wie verschiedene Zahlungs-Gateways mit Verlängerungspreisen umgehen
Ihr Zahlungs-Gateway kann tatsächlich beeinflussen, wie Änderungen am Verlängerungspreis funktionieren. Stripe macht es Ihnen leicht. Wenn Sie den Verlängerungspreis eines Abonnements in WooCommerce ändern, berechnet Stripe bei der nächsten Verlängerung einfach den neuen Betrag. Ganz ohne Umstände.
PayPal funktioniert ähnlich, markiert große Änderungen am Verlängerungspreis aber manchmal zur Überprüfung. Halten Sie Erhöhungen nach Möglichkeit unter 20 Prozent, um das zu vermeiden.
Paddle funktioniert noch unkomplizierter: Änderungen am Verlängerungspreis werden automatisch synchronisiert. Ganz einfach.
Authorize.Net kann lästig sein. Bei großen Änderungen am Verlängerungspreis müssen Sie unter Umständen das alte Abonnement kündigen und ein neues anlegen. Nicht gerade ideal für das Kundenerlebnis.
Die Lehre daraus: Testen Sie Änderungen am Verlängerungspreis mit Ihrem konkreten Gateway, bevor Sie sie für alle ausrollen. Wickeln Sie ein Testabonnement ab, ändern Sie den Verlängerungspreis, lassen Sie es verlängern und prüfen Sie, ob alles funktioniert.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Ändern Sie Verlängerungspreise nicht, ohne Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen anzupassen. Sie müssen berechtigt sein, Preise mit Vorankündigung zu ändern. Stellen Sie sicher, dass Ihre AGB das abdecken.
Ändern Sie Verlängerungspreise nicht ständig. Legen Sie einen festen Rhythmus fest, etwa eine jährliche Preisüberprüfung, und halten Sie sich daran. Monatliche Änderungen am Verlängerungspreis lassen Sie unzuverlässig wirken.
Verstecken Sie Verlängerungspreise nirgendwo. Machen Sie ganz deutlich, was Kunden jetzt zahlen und was sie künftig zahlen werden.
Vergessen Sie nicht, den Verlängerungspreis auch in Ihrem Zahlungs-Gateway zu aktualisieren, nicht nur in WooCommerce. Manche Gateways speichern den Betrag zwischen.
Wenden Sie Änderungen am Verlängerungspreis nicht rückwirkend an. Wenn Sie die Preise erhöhen, berechnen Sie Kunden für bereits genutzte Zeit nicht nachträglich mehr. Änderungen gelten nur für künftige Verlängerungen.
Und im Ernst: Testen Sie alles. Fehler bei Verlängerungspreisen können Ihre Kundenbeziehungen und Ihre Buchhaltung ernsthaft durcheinanderbringen.
So verfolgen Sie, ob Ihre Strategie wirkt
Sie müssen wissen, ob Ihre Strategie bei den Verlängerungspreisen Ihrem Geschäft hilft oder schadet.
Behalten Sie den Kundenwert (Customer Lifetime Value) im Blick. Bleiben Kunden mit niedrigerem Verlängerungspreis tatsächlich länger? Manchmal bringt ein niedrigerer Verlängerungspreis über die Zeit mehr Gesamtumsatz als ein höherer mit starker Abwanderung.
Verfolgen Sie die Abwanderung nach Änderungen am Verlängerungspreis. Schnellen die Kündigungen nach einer Erhöhung in die Höhe, sind Sie wahrscheinlich zu hoch gegangen oder haben nicht gut genug kommuniziert.
Sehen Sie sich die Support-Tickets zum Verlängerungspreis an. Viele verwirrte Kunden bedeuten, dass Sie besser kommunizieren müssen. Nur wenige Fragen bedeuten, dass die Leute verstehen, was passiert.
Prüfen Sie den Umsatz pro Kunde auf den verschiedenen Preisstufen bei der Verlängerung. Manchmal stellen Sie fest, dass Ihr Verlängerungspreis in der mittleren Stufe tatsächlich den höchsten Gesamtumsatz erzielt, weil sich Conversion und Kundenbindung dort besser die Waage halten.
Führen Sie Kohortenanalysen durch und vergleichen Sie Kunden, die sich zu unterschiedlichen Verlängerungspreisen angemeldet haben. So erfahren Sie, ob sich der Bestandsschutz bei Ihren Verlängerungspreisen den zusätzlichen Aufwand lohnt oder ob Sie einfach für alle den Preis erhöhen sollten.
Überprüfen Sie das alles vierteljährlich und passen Sie nach. Vielleicht funktionieren Treuerabatte auf den Verlängerungspreis besser als gedacht. Vielleicht hatten Preiserhöhungen weniger Auswirkungen als befürchtet. Stützen Sie Ihre Entscheidungen zu Verlängerungspreisen auf echte Daten.
Unterschiedliche Geschäftsmodelle brauchen unterschiedliche Ansätze
Mitglieder-Websites fahren gut mit zugangsbasierten Verlängerungspreisen. Basic-Mitglieder zahlen einen Verlängerungspreis für Standardinhalte, Premium-Mitglieder zahlen mehr für alles. Machen Sie den Wechsel zwischen den Stufen einfach.
Bei Abonnementboxen sollte der Verlängerungspreis an den tatsächlichen Warenwert gekoppelt sein. Verschicken Sie teurere Produkte, verlangen Sie für diese Verlängerung mehr. Ist eine Box günstiger zusammenzustellen und zu versenden, senken Sie den Verlängerungspreis für diesen Zyklus eventuell.
Coaching- oder Beratungsabonnements brauchen nutzungsbasierte Verlängerungspreise. Intensive Nutzer, die viele Stunden buchen, zahlen bei der Verlängerung mehr. Gelegentliche Nutzer zahlen weniger. So bleibt es fair.
SaaS-Produkte profitieren von funktionsbasierten Verlängerungspreisen. Wenn Sie neue Funktionen hinzufügen, können Sie den Verlängerungspreis für Neukunden erhöhen und Bestandskunden bei ihrem Preis belassen. Das belohnt Treue und schöpft zugleich den Mehrwert Ihrer Verbesserungen ab.
Saisonbetriebe möchten vielleicht variable Verlängerungspreise je nach Hoch- und Nebensaison. Verlangen Sie in der Hauptsaison höhere Verlängerungspreise und senken Sie sie in ruhigen Monaten, damit Kunden das ganze Jahr über abonniert bleiben.
Zum Abschluss
Flexible Verlängerungspreise geben Ihnen Spielraum, Ihr Abonnementgeschäft auszubauen, ohne ständig mit Ihrer Preisstruktur zu kämpfen oder treue Kunden zu verärgern.
Fangen Sie einfach an. Nutzen Sie das Plugin WPSubscription und machen Sie sich zuerst mit einfachen Verlängerungspreisen vertraut. Ergänzen Sie dann Tools wie das Discounts-Plugin oder AutomateWoo, wenn Sie mehr Kontrolle brauchen.
Gehen Sie mit Änderungen am Verlängerungspreis immer offen um. Kündigen Sie sie rechtzeitig an, erklären Sie den Grund und zeigen Sie Optionen auf. Transparenz schlägt Überraschungen – jedes Mal.
Denken Sie daran: Bei Verlängerungspreisen geht es nicht nur darum, aus jedem Kunden den maximalen Umsatz herauszuholen. Es geht darum, ein nachhaltiges Abonnementgeschäft aufzubauen, in dem sich Kunden wertgeschätzt fühlen und Sie sich an veränderte Umstände anpassen können. Wenn diese Balance stimmt, gewinnen alle.
